6+
WANN IST MORGEN? von kollektiv kunststoff

Wiederaufnahme
Performance, 49 Min.

Über Zeit- und Zahnlücken springen wir vom Jetzt in die Unendlichkeit!

Verstreicht die Zeit hier wie im Flug? Purzeln hier Schmetterlinge aus den Bäuchen? Dehnt sich die Zeit, wenn du dich streckst? Lässt sich die Zeit aus rinnenden Nasen ziehen? Kannst du der Zeit mit einem Gipsbein davonlaufen? Laufen Läuse im Schneckentempo über die Leber und kitzelt das? Ist Kitzeln ansteckend? Dürfen wir laut sein, wenn die Zeit still steht? Haben wir noch Zeit für ein schweres Herz? Oder hüpft der Frosch gleich aus dem Hals? Wir starren Luftlöcher in Farbe.

Der Warteraum wird zu einem Ort der Begegnung, einem Möglichkeitsraum, in dem sich drei ProtagonistInnen – im Alter von 27 bis 72 Jahren – spielerisch miteinander an Körper- und Zeitgefühle herantasten: Ist gleich jetzt? Können wir einen Zeitsprung wagen? Wie fühlt sich eine Minute an, wenn man krank ist oder etwas weh tut? Wie viel Zeit haben wir? Und was machen wir mit ihr?

Lasst uns die Warteposition verlassen und uns kopfüber ins Jetzt stürzen!

Nominiert für den STELLA19 Darstellender.Kunst.Preis für junges Publikum in der Kategorie »herausragende Produktion für Kinder«!

Konzept, Choreografie: Raffaela Gras
Choreografische Mitarbeit, Performance: 
Raffaela Gras, Susanna Peterka, Stefanie Sternig
Komposition, Sound: Peter Plos
Bühne, Kostüm: Hanna Hollmann
Dramaturgische Beratung, Textdramaturgie: 
Käthe Kopf
Licht: Silvia Auer

Fotos: Bernhard Wolf

»Zeit‹ in den verschiedensten Wortkombinationen wird hochgeworfen, gedreht, gewendet, damit gespielt und zieht sich so durch das zwischen humorvoll und philosophisch pendelnde Stück des Kollektivs Kunststoff. Und sie vergeht damit zwar fast wie im Flug, dennoch nie hektisch, sondern scheint immer wieder in so manchen Momenten stehen zu bleiben.« (Kurier)

»richtig schön wird es [...] in den Unterwasserwelten, Zahnlücken und Zeitlücken, in den intimen und fragilen Momenten, die nur durch Bewegungs-Emotionen und nicht durch eine Dreiaktstruktur erfasst werden können.«
(Junge Kritik)