14+
VIS MOTRIX von CocoonDance (DE)

Internationales Gastspiel
Tanz, 40 Min.

Bilder einer posthumanen Zukunft

Welche Kraft bewegt einen hybriden Organismus aus Mensch und Maschine? »VIS MOTRIX« (lat.: die bewegende Kraft) der in Bonn ansässigen Kompanie CocoonDance ist der zweite Teil einer Trilogie zum noch nicht gedachten Körper. Ausgehend von den Tanztechniken des Breaking und Krumping untersucht die Choreografin Rafaële Giovanola, wie Körper auf »post-humane« Weise wahrgenommen werden können. Als würden sie aus einer anderen Welt kommen, bewegen sich die Tänzerinnen mit virtuoser Strenge durch den Raum: Ihre Körper sind angespannt, als ob sie sich einer unsichtbaren elektrischen Energie entgegenstemmen wollen. Wie Scharniere verbinden sich Oberkörper und Hüften und halten sie am Boden. In immer neuen Formationen beginnen sie die Energieströme zu beherrschen. Es entstehen bizarre, faszinierende Strukturen, die an Stammestänze und Riten erinnern: Transhumanismus als traumatischer Tanzreigen, der das Unterbewusstsein nicht unberührt lässt.

Im Rahmen von SKIN #4

Choreografie: Rafaële Giovanola
Choreografische Assistenz: Leonardo Rodrigues
Dramaturgie, Konzept: Rainald Endrass
Komposition: Franco Mento
Licht, Bühne: Gregor Glogowski
Von und mit: Fa-Hsuan Chen, Martina De Dominicis, Tanja Marín Friðjónsdóttir, Susanne Schneider/Marie Viennot

Fotos: Klaus Fröhlich


»ein Werk von hypnotischer Bewegungsintelligenz« (Westdeutsche Zeitung)


»Ihre Technik, wie sie aufeinander achten, ihre Schönheit und Kraft sind atemberaubend. Alles in dieser hoffnungslosen Konstruktion ist perfekt […]« (Toute la culture)