14+
WARTEN AUF GODOT Eine Teenkomödie von Wiener Klassenzimmertheater

Gastspiel
Schauspiel

Waiting for the real life to begin

Wir leben in einer Welt des Tuns. Wir müssen die Schule schaffen, um eine gute Ausbildung zu bekommen. Wir müssen viel Geld verdienen, um anerkannt zu sein. Überall blinkt uns die Welt mit Dingen entgegen, die wir haben wollen. Das ist besonders für Jugendliche sehr reizvoll. Sie wollen dazugehören und irgendwann möglichst reich werden oder wenn schon nicht reich, dann zumindest ein gutes Leben haben. Was das ausmacht, ist von der Werbung vorgegeben. Was passiert aber, wenn die Noten nicht passen, die Schule nicht ordentlich abgeschlossen wird und die Lehrstelle nicht existiert, weil es zu wenige gibt? Oder weil die Lehrstelle einfach nicht passt und die nächste auch nicht? Was passiert dann mit dem Traum vom Glück? Lieber abwarten, Tee trinken und Spaß haben? Oder einfach warten, weil man eh nichts machen kann? Oder warten, weil man dann noch länger Kind bleiben kann? Oder lieber gleich warten, weils keinen Sinn macht?

Becketts Klassiker des absurden Theaters scheint uns ein sehr passendes Stück für die »absurde« Situation, in der sich so viele Jugendliche im Moment befinden. Sie warten. Worauf? Auf wen? Jemanden, der ihnen zeigt, wo es langgeht? Oder ist das Warten auf Godot nur eine Ausrede, um weiter warten zu können und nicht selbst etwas tun zu müssen? Ist das Warten ein Fehler des Systems oder der Gesellschaft?

Autor: Samuel Beckett
Übersetzung: Elmar Tophoven
Regie: Dana Csapo
Aufführungsrechte: S. Fischer Verlag GmbH,
Frankfurt am Main
Mit: Okan Cömert, Johnny Mhanna, Andrzej Jaślikowski, Z. Alan

Foto: Iakov Kalinin/Shutterstock.com